Goethes Gartenhaus in Weimar

Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Weimar. Das ehemalige Weinberghaus war ab 1776 Johann Wolfgang von Goethes erster eigener Wohnsitz in der Stadt und bis 1782 sein wichtigster Wohn- und Arbeitsort. Hier entstanden unter anderem die Ballade „Erlkönig“ und das Gedicht „An den Mond“.

Heute können Besucher das historische Gartenhaus mit originalen und historischen Einrichtungsstücken, Goethes Arbeitszimmer und dem berühmten Stehpult mit Sitzbock besichtigen. Besonders reizvoll ist die Lage mitten im Park an der Ilm: Der Museumsbesuch lässt sich hervorragend mit einem Spaziergang durch einen der schönsten Parks Weimars verbinden.

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten, Eintritt und Tickets, Wissenswertes zur Geschichte des Gartenhauses sowie unsere Tipps für Ihren Besuch.

Goethes Gartenhaus in Weimar im Park an der Ilm

Hab ein liebes Gärtgen vorm Thore an der Ilm schönen Wiesen in einem Thale. ist ein altes Hausgen drinne, das ich mir repariren lasse. Alles blüht alle Vögel singen.

Johann Wolfgang von Goethe an Gräfin Auguste zu Stolberg, Mai 1776.

Goethes Gartenhaus: Öffnungszeiten, Eintritt und Tickets

Wer Goethes Gartenhaus in Weimar besichtigen möchte, sollte vor allem in der Hauptreisezeit etwas im Voraus planen. Das historische Haus ist vergleichsweise klein und der Einlass wird über feste Zeitfenster gesteuert.

Öffnungszeiten 2026

21. März bis 1. November 2026:
Dienstag bis Sonntag: 10:00–18:00 Uhr
Montag: geschlossen

In der Wintersaison vom 2. November bis 20. März bleibt Goethes Gartenhaus geschlossen. An Feiertagen können abweichende Öffnungszeiten gelten.

Eintrittspreise

Erwachsene: 8,00 €
Ermäßigt: 6,00 €
Schülerinnen und Schüler von 16 bis 20 Jahren: 3,00 €
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren: Eintritt frei

Tickets für Goethes Gartenhaus

Für Goethes Gartenhaus werden Tickets mit einem festen Einlasszeitfenster angeboten. Da das Museum zu den stärker besuchten Häusern der Klassik Stiftung Weimar gehört, empfiehlt sich insbesondere an Wochenenden, Feiertagen und in der Hauptsaison die Buchung eines Tickets im Voraus.

Online-Tickets sind über den Ticketshop der Klassik Stiftung Weimar erhältlich. Sind Online-Tickets ausverkauft, können gegebenenfalls noch Karten an der Tageskasse verfügbar sein.

Adresse und Kontakt

Goethes Gartenhaus
Park an der Ilm
99423 Weimar

Besucherservice der Klassik Stiftung Weimar:
Telefon: 03643 545400

Unser Tipp: Verbinden Sie die Besichtigung mit einem Spaziergang durch den Park an der Ilm. Wer mehrere Museen in Weimar besuchen möchte, sollte außerdem prüfen, ob sich die weimar card lohnt – mit ihr ist der Eintritt in Goethes Gartenhaus enthalten.

Lohnt sich ein Besuch in Goethes Gartenhaus?

Ein Besuch in Goethes Gartenhaus lohnt sich besonders für alle, die Johann Wolfgang von Goethe nicht nur als Dichter, sondern auch als Menschen und Bewohner Weimars kennenlernen möchten. Das kleine Haus vermittelt einen deutlich persönlicheren Eindruck als viele größere Museen und zeigt, wie Goethe in seinen ersten Jahren in Weimar lebte und arbeitete.

Besonders sehenswert sind das Arbeitszimmer mit Stehpult und Sitzbock, die teilweise original erhaltene Einrichtung sowie der Garten mit dem „Stein des guten Glücks“. Durch die Lage im Park an der Ilm lässt sich der Museumsbesuch außerdem hervorragend mit einem Spaziergang verbinden.

Für die Besichtigung des Hauses sollten Besucher je nach Interesse ungefähr 30 bis 45 Minuten einplanen. Wer anschließend noch durch den Park an der Ilm spaziert, kann für den gesamten Aufenthalt rund ein bis zwei Stunden vorsehen.

Unser Tipp: Besonders angenehm ist der Besuch am Vormittag oder späteren Nachmittag. Bei schönem Wetter lohnt es sich, anschließend noch Zeit für einen Spaziergang entlang der Ilm einzuplanen.

Lage: Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm

Goethes Gartenhaus liegt am östlichen Hang des Parks an der Ilm und nur wenige Gehminuten von der Weimarer Altstadt entfernt. Schon die Lage macht den Besuch besonders reizvoll: Das kleine Museum lässt sich ideal in einen Spaziergang durch den weitläufigen Landschaftspark einbinden.

In der näheren Umgebung befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie das Shakespeare-Denkmal, das Römische Haus und die Ruine des Tempelherrenhauses. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann den Besuch von Goethes Gartenhaus deshalb gut mit einem längeren Rundgang durch den Park verbinden.

Unser Tipp: Planen Sie den Museumsbesuch nicht isoliert. Gerade die Verbindung aus Gartenhaus, Park an der Ilm und anschließendem Spaziergang Richtung Altstadt macht diesen Teil Weimars besonders sehenswert.

Die Geschichte von Goethes Gartenhaus

Das kleine Haus am östlichen Hang der Ilm wurde vermutlich im 16. Jahrhundert errichtet und diente ursprünglich als Weinberghaus. Als Johann Wolfgang von Goethe 1775 nach Weimar kam, befanden sich das Gebäude und der dazugehörige Garten in keinem besonders guten Zustand.

Im Jahr 1776 erwarb Herzog Carl August von Sachsen-Weimar und Eisenach das Anwesen und überließ es Goethe. Dieser ließ das Haus nach und nach instand setzen und widmete sich zugleich intensiv der Gestaltung des Gartens.

Goethe ließ Wege und Treppen anlegen, pflanzte Bäume, Blumen und Nutzpflanzen und strukturierte das Gelände neu. Noch heute lässt sich die historische Gliederung des Gartens mit Hangbereich, Obstwiese und Nutzgarten erkennen.

Eine besondere Bedeutung besitzt der sogenannte „Stein des guten Glücks“. Das aus einem Würfel und einer Kugel zusammengesetzte Denkmal entstand 1777 nach einem Entwurf Goethes gemeinsam mit seinem Zeichenlehrer Adam Friedrich Oeser. Es gilt als eines der frühen nicht-figürlichen Denkmäler Deutschlands.

Bis 1782 war das Gartenhaus Goethes wichtigster Wohn- und Arbeitsort in Weimar. Danach zog er in Goethes Wohnhaus am Frauenplan, behielt das Gartenhaus aber weiterhin und nutzte es immer wieder als Rückzugsort.

Nach Goethes Tod wurde das Haus 1841 durch seine Enkel für Besucher zugänglich gemacht. Seit 1886 ist es eine öffentliche Gedenkstätte. Heute gehört Goethes Gartenhaus zum UNESCO-Welterbe „Klassisches Weimar“.

Goethe als Dichter im Gartenhaus

Goethes Gartenhaus war in seinen ersten Weimarer Jahren nicht nur Wohnort und Rückzugsort, sondern auch ein wichtiger Arbeitsplatz. Hier schrieb Johann Wolfgang von Goethe die berühmte Ballade „Erlkönig“ und das Gedicht „An den Mond“.

Auch an größeren literarischen Werken arbeitete Goethe während seiner frühen Weimarer Jahre. Dazu gehörten „Iphigenie auf Tauris“, „Egmont“ und „Torquato Tasso“. Einige dieser Werke beschäftigten ihn über viele Jahre und wurden später weiterbearbeitet oder vollendet.

Die Nähe zur Natur und die vergleichsweise abgeschiedene Lage des Gartenhauses boten Goethe einen Gegenpol zu seinen Aufgaben am Weimarer Hof. Auch nachdem er 1782 seinen hauptsächlichen Wohnsitz an den Frauenplan verlegt hatte, blieb das Gartenhaus für ihn ein besonderer Ort. Bis ins hohe Alter kehrte Goethe immer wieder hierher zurück.

Was gibt es in Goethes Gartenhaus zu sehen?

Bei der Besichtigung von Goethes Gartenhaus können Besucher mehrere Wohn- und Arbeitsräume kennenlernen. Gerade die überschaubare Größe des Hauses macht seinen besonderen Reiz aus: Statt einer großen Ausstellung erlebt man einen vergleichsweise persönlichen Einblick in Goethes Alltag und seine frühen Jahre in Weimar.

Erdsälchen und Küche

Im Erdgeschoss befindet sich das sogenannte Erdsälchen, das Goethe als Speisezimmer nutzte. Daneben kann die historische Küche besichtigt werden. Bereits hier wird deutlich, wie schlicht das Gartenhaus im Vergleich zu Goethes späterem Wohnhaus am Frauenplan eingerichtet war.

Goethes Arbeitszimmer mit Stehpult und Sitzbock

Zu den interessantesten Räumen gehört Goethes Arbeitszimmer im Obergeschoss. Besonders auffällig ist das originale Stehpult mit dem sogenannten Sitzbock. Es gehört heute zu den bekanntesten Einrichtungsgegenständen des Gartenhauses.

Die ausgestellten Möbel stammen aus dem ursprünglichen Inventar des Hauses und aus unterschiedlichen Lebensphasen Goethes. Ergänzt werden sie durch Kunstwerke, Handschriften und Zeichnungen aus seinem Nachlass.

Bibliothek und Schlafzimmer

Zum Rundgang gehören außerdem das Bibliothekszimmer und Goethes Schlafbereich. Dort befindet sich unter anderem ein ungewöhnliches Klappbett. Die Räume vermitteln einen anschaulichen Eindruck davon, wie Goethe im Gartenhaus wohnte, las und arbeitete.

Goethes Garten und der „Stein des guten Glücks“

Nicht nur das Haus selbst ist sehenswert. Auch der Garten gehört untrennbar zu Goethes Gartenhaus und lässt bis heute erkennen, wie intensiv sich der Dichter mit seiner Gestaltung beschäftigte.

Nach der Übernahme des Anwesens ließ Goethe den verwilderten Hang terrassieren, Wege und Treppen anlegen sowie Blumen und Bäume pflanzen. Die historische Dreiteilung mit Hangbereich, Obstwiese und Nutzgarten ist bis heute erkennbar.

Der „Stein des guten Glücks“

Eine Besonderheit im Garten ist der 1777 aufgestellte „Stein des guten Glücks“. Goethe entwarf das Denkmal gemeinsam mit seinem Zeichenlehrer Adam Friedrich Oeser. Es besteht aus einem Würfel und einer darauf ruhenden Kugel und gilt als eines der frühen nicht-figürlichen Denkmäler Deutschlands.

Der Garten macht besonders deutlich, warum sich ein Besuch von Goethes Gartenhaus und ein Spaziergang durch den Park an der Ilm so gut miteinander verbinden lassen.

Rundgang: Goethes Gartenhaus, Park an der Ilm und Altstadt

Wer Goethes Gartenhaus besucht, sollte sich anschließend noch Zeit für den Park an der Ilm nehmen. Das Museum liegt direkt in einem der schönsten Grünräume Weimars und lässt sich hervorragend in einen Spaziergang zwischen Altstadt und südlichem Parkbereich einbauen.

Auf dem Weg liegen weitere interessante Orte wie das Shakespeare-Denkmal, die Ruine des Tempelherrenhauses und das Römische Haus. Wer anschließend zurück in Richtung Innenstadt geht, erreicht auch die Herzogin Anna Amalia Bibliothek und weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten in Weimar.

Mehr über die Grünanlagen der Stadt erfahren Sie in unserem Überblick über die Parks und Gärten in Weimar.

Unser Tipp: Wer Weimar zum ersten Mal besucht, kann Goethes Gartenhaus gut am Vormittag besichtigen und den anschließenden Spaziergang durch den Park mit einem Rundgang durch die historische Altstadt verbinden.

Häufige Fragen zu Goethes Gartenhaus in Weimar

Wann ist Goethes Gartenhaus geöffnet?

Goethes Gartenhaus ist in der Sommersaison vom 21. März bis 1. November 2026 dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Montags ist das Museum geschlossen. In der Wintersaison bleibt Goethes Gartenhaus geschlossen.

Was kostet der Eintritt in Goethes Gartenhaus?

Der reguläre Eintritt beträgt 8,00 Euro. Ermäßigt kostet der Eintritt 6,00 Euro. Für Schülerinnen und Schüler von 16 bis 20 Jahren beträgt der Eintritt 3,00 Euro. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt.

Wie lange dauert die Besichtigung von Goethes Gartenhaus?

Für die Besichtigung des Gartenhauses sollten Besucher je nach Interesse etwa 30 bis 45 Minuten einplanen. Wer zusätzlich durch den Garten und den Park an der Ilm spazieren möchte, sollte entsprechend mehr Zeit vorsehen.

Wo liegt Goethes Gartenhaus?

Goethes Gartenhaus liegt im Park an der Ilm in 99423 Weimar, nur wenige Gehminuten von der historischen Altstadt entfernt.

Kann man Tickets für Goethes Gartenhaus online buchen?

Ja. Für Goethes Gartenhaus können Tickets mit einem festen Einlasszeitfenster online gebucht werden. Besonders an Wochenenden, Feiertagen und während der Hauptreisezeit empfiehlt sich eine Reservierung im Voraus.

Was kann man in Goethes Gartenhaus sehen?

Zu sehen sind unter anderem das Erdsälchen, die historische Küche sowie Goethes Arbeits-, Wohn- und Schlafräume. Besonders bekannt sind das originale Stehpult mit Sitzbock und das Klappbett. Auch Kunstwerke, Handschriften und Zeichnungen aus Goethes Nachlass gehören zur Ausstellung.

Gehört Goethes Gartenhaus zum UNESCO-Welterbe?

Ja. Goethes Gartenhaus und der dazugehörige Garten gehören zum Ensemble „Klassisches Weimar“, das 1998 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde.

Weitere Goethe- und Weimar-Tipps

Goethes Gartenhaus ist nur einer von vielen Orten, an denen die Geschichte der Weimarer Klassik bis heute erlebbar ist. Wenn Sie mehr Zeit in der Stadt verbringen, empfehlen wir Ihnen auch folgende Ziele:

Veröffentlicht am: 7. Mai 2025 | Zuletzt aktualisiert am: 15. September 2026 von der Redaktion